Frühjahrsputz in weiblich geführten Beziehungen

Frühjahrsputz in einer weiblich geführten Beziehung

Die Sonne strahlt, die Vöglein singen und der blaue Himmel ist jedenfalls in Norddeutschland schon hier und da zu bewundern gewesen. In einem ordentlichen Haushalt – und die Haushalte unter weiblicher Führung sind in der Regel ordentliche Haushalte – steht spätestens jetzt der große Frühjahrsputz an. Eine gute Gelegenheit, sich einmal einem typischen Thema, das im Internet im Kontext mit weiblich geführten Beziehungen oder Ehen genannt wird zu widmen: Den Pflichten und Aufgaben des Mannes im Haushalt.

Ich habe in den letzten Monaten oft sehr moderate Töne in meinen Artikeln angeschlagen, da mir wichtig war herauszuarbeiten, dass eine FLR nicht dazu dient, den Mann zu unterdrücken oder gar auszubeuten, sondern dass es (vor allem für mich persönlich) um eine Beziehung auf Augenhöhe geht, die von einem moderaten Machtgefälle begleitet wird.

Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Motivation des Mannes in einer FLR darin bestehen sollte, seiner werten Partnerin oder Ehefrau von sich aus heraus zu dienen. Männer in einer FLR haben idealerweise Freude daran, der Frau die eine oder andere Hausarbeit abzunehmen. Aus dem Wunsch heraus, seiner Angebeteten eine echte Stütze zu sein, wird die Hausarbeit oft auf die Pflichtenliste des Mannes gesetzt, die Frau hingegen nimmt eher eine steuernde und kontrollierende Funktion ein.

Skeptiker einer FLR und vor allem denjenigen, die das Beziehungsmodell strikt ablehnen, nehmen diese Art von Arrangement oft zum Anlass auf die vermeintliche Ausbeutung und Ausnutzung des Mannes durch die matronenhaft regierende Frau hinzuweisen, ja gar vor ihr zu warnen. Je bekannter mein Blog wird, desto mehr nehme auch ich wahr, dass es Menschen gibt, die dieser Beziehungsform nichts abgewinnen können. Ich erhalte dann Emails oder auch Kommentare, die Frauen in einer FLR als Schmarotzerinnen darstellen oder als Unterdrückerinnen. Zur Toleranz gehört es sicherlich, solche Meinungen auszuhalten. Ich persönlich finde es aber völlig in Ordnung, wenn zwei Menschen etwas vereinbaren, sei es ein generelles Machtgefälle in der Beziehung, das auch Keuschhaltung und Rohrstockbestrafungen beinhalten kann oder seien es auch kleine Dinge wie die Übernahme der haushälterischen Pflichten durch den männlichen Part. Für mich fällt das unter die Gestaltungsfreiheit seines eigenen Liebeslebens, in die niemand reinreden sollte. Zwei Menschen haben das Recht ihre Partnerschaft so zu gestalten, wie beide das wollen.

Der Frühjahrsputz bietet sicherlich eine gute Gelegenheit für die Männerwelt, der Damenwelt mit einem gesteigerten Engagement eine Freude zu bereiten und den Hausputz zu übernehmen. Bei strengeren weiblich geführten Beziehungen, in denen das Machtgefälle ausgeprägter ist, wird sich die Dame des Hauses vermutlich nicht nehmen lassen, den ein oder anderen kritischen Kontrollgang zu unternehmen und das Ergebnis genauestens zu begutachten. Bei nicht zufriedenstellenden Leistungen kann in einigen Fällen das Mittel der Zurechtweisung und Züchtigung dazu dienen, dem Mann spürbares Feedback zu seinem Arbeitsergebnis zu geben. Weiblich geführte Beziehungen haben es an sich, dass der Mann in der Regel sehr dankbar für klares und deutliches Feedback ist.

Am wichtigsten jedoch ist, dass beide am Ende zufrieden mit dem Ergebnis sind und das gemeinsame Heim in frischem Glanz erstrahlt, so dass beide sich darin wohlfühlen.

In diesem Sinne wünsche all meinen Lesern ich einen erfolgreichen Frühjahrsputz.

Elisabeth Steinhaus

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4 Gedanken zu “Frühjahrsputz in weiblich geführten Beziehungen

  1. Ich lebe in einer s.g. FLR-Beziehung, wobei das Machtgefälle zwischen mir und meiner Partnerin nicht so groß ist. Der Frühjahrsputz der Wohnung ist aber ausschließlich meine Sache, meine Partnerin kontrolliert nur.

    Beste Grüße, Wolfgang Riedel

  2. Wir sind im täglichen Leben auch auf Augenhöhe…
    Wobei meine Frau der führende Part ist, und mein tuen kontrolliert.

  3. Wie immer, hat jeder zu jedem Thema eine Meinung.
    Wer FLR lebt, sollte sich nicht einschüchtern lassen.
    So kann in freiwilliger Vereinbarung jede Beziehung so gestaltet werden, wie man will.

    Ich (Mann) empfinde ein stärkeres Machtgefälle als sehr erfüllend. Eine Gleichberechtigung brauche ich nicht. Gehorsamkeit, Plichterfüllung, Freude am Dienen, Untergebenheit sind wichtige Tugenden, die der devote Mann in der FLR einbringen sollte.
    Selbstverständlich gehört die Züchtigung dazu. Es ist wichtig, das ich regelmäßig erkenne, was ich besser machen kann und wo ich nachlässig war. Zurechtweisungen, Züchtigung und Strafen sind dazu sehr hilfreich. Die Kuschhaltung ist ebenso unerlässlich.

    Ich brauche einen Rahmen, der abgesteckt ist. Das, was ich darf, bestimmt die Dame. Meine Welt ist das, was sie als notwendig erachtet. Freiheit durch Unfreiheit.

    Die Kritiker dürfen nicht vergessen, das die Dame ja nicht einfach lässig auf der Couch leigt, wenn ich diene, sondern sie hat die Führungsaufgabe. Dazu gehört, die Abläufe zu bestimmen, Entscheidungen zu treffen, Kontrollen durchzuführen und noch einiges mehr.
    Verantwortung tragen ist auch Arbeit.
    Und meine Untergebenheit ist möglicherweise auch nicht immer einfach zu kanalisieren, wenn ich mal wieder sehr, sehr devot bin und mich bald überschlage, um sie zu bedienen. Das ist besonders dann, wenn sie mir das Machgefälle sehr klar vor Augen führt und ich mir meiner Rolle wieder sehr klar werde.
    Ich mag es, abhängig zu sein und die Verantwortung abgeben zu können.

    Fazit: Kritiker können in solchen Themen nicht objektiv urteilen oder diskutieren , weil es eine zutiefst subjektive Lebensweise oder Lebensform ist. Und die kann gut finden oder nicht.
    Das gilt besonders, wenn man freiwillig dient und nicht auf dem Sklavenmarkt gekauft wurde.

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