Fesseln und Bondage

Eine der Praktiken, die neben dem Spanking und der Verwendung eines Keuschheitsgürtels durchaus öfter in einer FLR vorkommen können, ist das Fixieren des Partners. Dies kann im Rahmen der sexuellen Aktivität, also als Spielart geschehen. Vermutlich haben viele Paare ein Paar Handschellen mit einem Leopardenplüschbezug im Nachttisch. Auch im Rahmen von Tease and Denial kann es Spaß machen, den Partner am Kopfende des Bettes zu fixieren.

Allerdings gibt es auch FLR-spezifische Gründe, sich ein Paar Handschellen zuzulegen. Das einfache Fesseln der Hände kann in einer weiblich geführten Beziehung durchaus zu erzieherischen Zwecken genutzt werden.

Beginnen möchte ich mit rein praktischen Hinweisen. Generell empfehle ich hochwertige Handfesseln aus Edelstahl (langläufig als Handschellen bekannt) mit einer flexiblen Kette. Es gibt auch Modelle, bei denen die beiden Schließen durch ein festes Stück oder eingeschränkt flexibles Metall verbunden sind. Man spricht hier oft von der sogenannten Hamburger Acht. (Links führen zu Produktbeispielen bei Amazon). Dazu gibt es noch schwere Luxusvarianten für Menschen, die besonderen Wert auf Ästhetik legen und verschiedene farbliche Ausführungen, meist in blau, schwarz und silber. Wichtig bei der Wahl der richtigen Handschelle sind vor allem, dass sie gut verarbeitet ist. Markenanbieter wie Smith & Wesson oder Clejuso sind hier auf jeden Fall eine gute Adresse. Ein zweiter Aspekt ist das Material. Oft sind (auch gute Handschellen) aus vernickeltem Stahl hergestellt. In diesen Fällen ist zu prüfen, ob der Mann oder die Frau ggf. eine Nickelallergie (Link zur Apothekenumschau) hat. In diesen Fällen sollte ein nickelfreies Modell gewählt werden, oft steht bei entsprechenden Angeboten das Wort „nickelfrei“ in der Produktbeschreibung.

Bei der Verwendung von Handschellen und  Fesseln generell ist darauf zu achten, dass die Fessel gut sitzt, nichts gequetscht wird, nichts scheuert und vor allem keinerlei Blutgefäße abdrückt werden.

Kommen wir aber zum eigentlichen Kern der Sache, dem Fesseln zu Erziehungszwecken. Das Fesseln der Hände im Alltag hat sich aus meiner Erfahrung vor allem dann bewährt, wenn der Mann bei bestimmten Tätigkeiten die bewusste Sorgfalt vermissen lässt. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass im Rahmen seiner haushälterlichen Pflichten bestimmte Dinge nicht so erledigt werden, wie es vorgesehen ist.

Stellen wir uns einmal vor, dass der Mann staubsaugen sollte, dies auch getan hat aber dabei nicht die Fußleisten mit dem dafür vorgesehen Aufsatz abgesaugt hat. Im Ergebnis wird der Boden sauber, die Fussleisten werden aber noch staubig sein. Natürlich kann man den Mann dann nackt ausziehen und gründlich auspeitschen, aber manchmal gibt es einfach geeignetere Methoden, einem Mann sein Fehlverhalten vor Augen zu führen. Das Nachreinigen mit gefesselten Händen ist sicherlich ein guter Anfang. Ich persönlich würde in so einem Fall aber auch die folgenden Reinigungseinsätze mit gefesselten Händen durchführen lassen. Dadurch, dass seine Aufgabe mit gefesselten Händen schwerer wird, muss er sich mehr konzentrieren und die Dinge bewusster angehen. Genau dieses „bewusste Angehen“ ist es, was ich erreichen möchte.

Diese Methode lässt sich natürlich auf sehr viele Bereiche übertragen. Erledigt ein Mann etwas nicht zur Zufriedenheit seiner Partnerin, muss er es die folgenden Male eben mit gefesselten Händen machen. Die Aufgabe wird so schwerer für ihn und er ist gezwungen sich zu konzentrieren, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Diese Konzentration führt zur Verinnerlichung wichtiger Aspekte bei der Aufgabe und hat so einen positiven Effekt.

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht. Vor allem für Anfängerinnen ist diese Erziehungsmethode sehr geeignet. Viele Frauen, die am Anfang stehen, tun sich schwer mit härteren Strafen wie körperlicher Züchtigung bzw. Spanking. Die erzieherische Verwendung von Handschellen ist hier eine gute Alternative, um sich dem Thema Sanktionierung von Fehlverhalten behutsam zu nähern. Für Fortgeschrittene kann man diese Methode auch noch modifizieren oder erweitern, in dem man zusätzlich oder alternativ auf Fussfesseln zurückgreift. Auch hier gibt es hochwertige Modelle, die allerdings mitunter etwas kostenintensiver sind.

Letzte Bearbeitung: 27.11.2016

 

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