Ehrlichkeit in einer weiblich geführten Beziehung

Liebe Freunde der weiblich geführten Beziehung,

ein Aspekt, der aus meiner Sicht zentral für die weiblich geführte Beziehung ist, ist der Punkt Ehrlichkeit. Egal, ob man sich in der Phase der Partnersuche oder einer Partnerschaft befindet, oft befinden sich Männer und Frauen, die sich für das Thema FLR interessieren, in einem inneren Konflikt. Auf der einen Seite ist jedem klar, dass Ehrlichkeit gegenüber einem potentiellen oder gegenwärtigen Lebenspartner essentiell ist. Auf der anderen Seite besteht die Angst, wenn man offen zugibt sich für Themen wie Keuschhaltung, partnerschaftliche Züchtigung und andere Aspekte der weiblich geführten Beziehung zu interessieren, auf Ablehnung zu stoßen. Das eigene Schweigen, oder die eigene Zurückhaltung stellen hier aus der Sicht der Betroffenen den besten Weg dar, sich genau vor dieser Ablehnung oder Zurückweisung, im schlimmsten Fall vor dem Verlassenwerden zu schützen.
In der Konsequenz sieht es für die meisten Menschen so aus, als habe man nur die Wahl zwischen zwei Übeln. Entweder ehrlich zu sein und verlassen zu werden oder seine Bedürfnisse für sich zu behalten und zu verzichten. Dabei spielt es in der Regel keine Rolle, ob man das Thema nun aus der devoten, männlichen Sicht oder aus der dominanten, weiblichen Perspektive betrachtet. Übrigens wird das Phänomen sich auch nicht auf die weiblich geführte Beziehung oder weiblich geführte Ehe bzw. auf Menschen mit Neigungen dazu beschränken, es gilt vermutlich für jede Art der Beziehung, die außerhalb der gesellschaftlichen Norm angesiedelt ist.
Nachdem ich vor einiger Zeit eine Umfrage zum Thema Partnerschaft & FLR durchgeführt habe, komme ich zu dem Schluss, dass dem Faktor „Ehrlichkeit“ eine besondere Bedeutung zukommen muss. Nur indem man den harten Weg der Ehrlichkeit geht, auch unter Inkaufnahme aller damit verbundenen Risiken, hat man eine Chance, seine Wünsche und Sehnsüchte zu erfüllen. Ohne Ehrlichkeit wird man nie den Weg in eine weiblich geführte Beziehung finden.
Doch was ist mit dem Risiko? Was ist mit der Angst vor Zurückweisung durch den Partner bzw. die Partnerin? Hier gilt es aus meiner Sicht, eine Art Risikomanagement zu betreiben. Langsames, sachtes Vortasten an die Thematik ist ein Weg, das Thema sanft und mit geringem Risiko zu etablieren.
Dabei gibt es aus meiner Sicht eine Technik der Gesprächsführung, die vielleicht dem ein oder anderen, bzw. der ein oder anderen, helfen könnte. Wobei das Wort Technik vielleicht etwas hochgegriffen ist, ich würde es eher als kleinen Kniff bezeichnen. Dieser besteht darin, dass man seine Partnerin oder seinen Partner unverfänglich nach ihrer oder seiner Meinung fragt. Den Einstieg in ein entsprechendes Gespräch kann man darüber finden, dass man einen entsprechenden Artikel oder Blogbeitrag gelesen habe und einfach, ohne selbst eine Meinung zu äußern, wissen möchte, wie der andere darüber denkt. Das Thema FLR wurde ja z.B. bei Broadly, einem Frauenmagazin, in der Mainstream-Presse behandelt. So ein Artikel eines Massenmediums könnte ein guter Aufhänger sein, über das Thema zu sprechen. Natürlich können auch andere Quellen den passenden Gesprächsanlass bieten. Während man das Gespräch führt, sollte man darauf achten, dass man vor allem Fragen stellt. Am Ende des Gespräches sollte man ein Gefühl dafür haben, ob der Partner dem Thema aufgeschlossen gegenüber ist oder die Idee völlig ablehnt. Sollte der Partner nicht völlige Ablehnung signalisieren, kann man zu einem späteren Zeitpunkt ein zweites Gespräch anstoßen, vielleicht abends vor dem zu Bett gehen, in dem man vorschlägt, gewisse Aspekte der FLR einmal auszuprobieren. Es muss ja nicht gleich der Keuschheitsgürtel bzw. Peniskäfig sein, der zum Einsatz kommt. Man könnte mit einfachen kleinen Regeln starten, wie z.b., dass der Mann jeden morgen einen dampfenden Kaffee an das Bett seiner Partnerin zu bringen hat. Da wird vermutlich kaum eine Frau „Nein“ sagen. Von dort aus kann man dann einen Dialog führen und mit etwas Arbeit, aber auch einer Portion Glück, nähert man sich vielleicht langsam der weiblich geführten Beziehung an.
Natürlich ist so ein Vorgehen keine Garantie, aber für die meisten gilt vermutlich, dass sie aktuell ohnehin nicht in einer weiblich geführten Ehe oder Beziehung stecken und daher kaum etwas zu verlieren haben, wenn sie es einmal auf diese Weise versuchen.
Mein Fazit ist auf jeden Fall, dass man nur dann eine Chance hat, wenn Ehrlichkeit über „Sicherheit“ siegt und man etwas dafür tut, das Thema mit seiner Partnerin zu besprechen.
Viele Grüße,
Elisabeth Steinhaus
Juni 2017
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